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- INTERNATIONAL PRESS and RADIO - 15 -

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MARCH 2010

San Diego: Violinist David Garrett Balboa Theatre Show Review March 9 UK

 

FEBRUARY 2010

David Garrett brings rock and classical giants together Feb 18 UK3

 

JANUARY 2010

Berlin: WILDE GEIGER, Warum wir dauernd neue David Garretts brauchen Jan 27 D

Münster:Stargeiger David Garrett verzaubert Fans in Münster Jan 26 D1

Münster: David Garrett beschwört die großen Gefühle Jan 26 D2

Passau: Der unterschätzte Klassiker Jan 25 D3

David Garrett: Aber bitte mit Sahne! Jan 25 D4

Hannover: Supergeiger David Garrett zu Gast in Hannover Jan 22 D5

Stuttgart: David Garrett begeistert in der Liederhalle, Klassischer Romantiker Jan 19 D6

Stuttgart: Klasse Garrett! Jan 19 D7

Schmeicheltöne vom Beau, Jan 16 D15

David Garretts Donnerschlag in der Lanxess Arena, Jan 15 D8

David Garrett in Kassel: Geiger gegen Rockstar, Jan 14 D9

Bremerhaven: Acht Mädels, zwei Geigen, 4000 Fans, Jan 13 D10

David Garrett: Rückkehr zur geliebten Stradivari, Jan 12 D11

Danke, David Garrett, Jan 8 D12

 

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Hannover, January 22

Supergeiger David Garrett zu Gast in Hannover

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Supergeiger David Garrett zu Gast in der Landeshauptstadt: Der Violinist hat am Freitagabend im Kuppelsaal in Hannover gespielt.

Um halb acht sind die Sektgläser alle, zwanzig Minuten später stellen sich die Frauen im Männerklo an, weil sie alle Hoffnung aufgeben müssen, in ihrem jemals rechtzeitig dranzukommen: Es herrscht Ausnahmezustand im hannoverschen Kuppelsaal. Seit Karajan und Bernstein tot sind, ist man großen Andrang in der Klassik nicht mehr gewohnt. Da kann so einer wie David Garrett schon mal alles durcheinanderbringen.

Mit Leichtigkeit hat der blonde Geigenengel den größten klassischen Konzertsaal Deutschlands ausverkauft, 3000 Menschen sind gekommen, um ihn zuzujubeln. Das fällt zunächst fast atemlos euphorisch aus. Als Garrett zum ersten Mal die Bühne betritt, geht ein Raunen durch den Saal: Er ist es, er ist es wirklich! Dann aber weicht das Erlebnis gelassener Routine. Garrett spielt die Stücke, die auch auf seiner neusten CD zu hören sind: Er hat Klassikhits wie die „Humoresque“ von Dvorák, Rachmaninows „Vocalise“ oder Montis „Czardas“ höchstselbst für Orchester (in Hannover ist das die Staatskapelle Weimar unter der Leitung von George Pehlivanian) arrangiert und den Stücken so jeden rhythmischen Biss genommen. Doch weil er selbst die Solostimme spielt und so gut aussieht und so nett ist, nimmt ihm das keiner übel.

Nach der Pause darf das Orchester zunächst allein die Ouvertüre zum „Sommernachtstraum“ zum Besten geben, ehe Garrett für Mendelssohns Violinkonzert zurückkehrt. In den letzten, leisen Töne des Orchestersstücks hört man schon, wie er hinter der Bühne noch einmal seine Stimme übt. Dass ein vermeintlich so cooler Typ Nerven zeigt, ist dann auch im Violinkonzert zu hören: Wahrscheinlich hat er es bei seinem Mendelssohn-Debüt als 13-Jähriger sicherer gespielt als heute. Doch auch das macht ihn irgendwie sympathisch – und richtig spielen können schließlich auch viele andere Geiger, ein so großes Publikum begeistern dagegen nicht. Als Dank für den Applaus gibt Garrett die üblichen zwei Zugaben. Als nach dem „Karneval in Venedig“ das Licht im Saal angeht, fordert auch niemand weitere ein. Es war wohl schön genug.

Stefan Arndt, quelle: haz

davidgarretthannoverwilde20100122

fotos: © wilde

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David Garrett: Aber bitte mit Sahne!

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Fluch und Segen des Crossover: David Garrett geigte Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert nebst Schmonzetten in der Philharmonie

Ein Candle-Light-Dinner mit David Garrett? Da sagt man nicht nein! Der Geiger traf sich auf ein Stelldichein mit mehr als 2000 Münchnern und spielte ihnen bei Kerzenschein ein Ständchen von Schubert aus seinem Album „Classic Romance“ im Gasteig. Damit lieferte er, was er am besten kann: locker flockiges Entertainment. Das Publikum ist erleichtert über den Wiedererkennungswert der Musik und schmunzelt über Garretts Anekdoten.

Alles ist schön und gut. Geigerisch lässt sich kaum etwas aussetzen. Mit unzähligen Glissandi und kleinstmöglichen Melodiebögen produziert er einen süßlichen Ton, der wunderbar auf die Schmonzetten passt. Wie man sich aber an Sahnekuchen überessen kann, so hat man auch diese Klangfarbe irgendwann satt. Vor allem wenn es um Stücke wie Rachmaninows „Vocalise“ geht, die Prägnanz und Innigkeit fordert. Garretts zierlicher Geigenton braucht dann doch den Verstärker, den er aus den großen Hallen gewöhnt ist.

Mit der Moderation droht die Dramaturgie des Abends zu zerbrechen. Garretts Erlebnisse mögen zu Filmmusik aus „Fluch der Karibik“ passen. Bei Mendelssohns Violinkonzert wünscht man sich etws mehr Tiefgang. Garrett rühmt sich, ein der Klassik fernes Publikum zu locken. Warum nicht die Gelegenheit nutzen, den Neulingen einen Einblick in die Werke zu geben? Als Geschichtenerzähler läuft er Gefahr, die Linie zwischen berechtigter Unterhaltungsmusik und Klassik im engeren Sinn zu verwischen. Wenn die neu arrangierte Streicherbegleitung für Dvoráks „Humoresque" verdächtig an Coldplays „Viva la vida“ erinnert, bekommt das Publikum kaum ein Bild von klassischer Musik.

Sarah Hilgendorff, 25. Jan. 2010,quelle: abendzeitung

davidgarrettfotoAP

foto: AP

quelle: abendzeitung

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Passau, January 25

Der unterschätzte Klassiker

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Virtuose  Tonfolgen und neue  Arrangements gängiger Stücke: David Garrett mit seiner  Tournee „Classic Romance“ in Passau

Er wollte eine Seite von sich zeigen, die bisher nur wenige kennen. Reine, schöne Klassik - abseits der Rock- und Popsongs, mit denen er vor zwei Jahren auf der internationalen Bildfläche auftauchte. „Classic Romance“ nennt der Geiger David Garrett das Programm, mit dem er zusammen mit der Weimarer Staatskapelle am Montagabend in Passau auftrat. Und es ist ein romantischer Klassikabend von der ersten bis zur letzten Note. Damit haben nicht alle der 3700 Zuschauer gerechnet, und doch ist es ein 90-minütiger Ohrenschmaus, dem jungen Ausnahmegeiger zuzuhören - und für die mehrheitlich weiblichen Fans ihm dabei auch zuzusehen.

Lässiges Auftreten

mit Goldkette und Hut

Durch sein Äußeres bestimmt der 29-Jährige sein Image, grenzt sich ab von den anderen Weltklasee-Violonisten. In dunkelblauer Jeans, schwarzem Hemd und Sakko sitzt Garrett in Passau neben dem Dirigenten auf einem Barhocker. Die langen blonden Haare sind lässig zum Zopf gebunden und unter einen schwarzen Hut versteckt, der Dreitagebart sprießt vor sich hin, um den Hals baumelt eine goldene Totenkopf-Kette und zwei große Ringe zieren die rechte Hand. Der Rocker unter den Klassikern wird er wegen seines Aussehens genannt. Damit dies wirkt, wird sein Konterfei in einem überdimensionalen Bilderrahmen hinter dem Orchester bis in die letzte Reihe der Tribüne übertragen.

Dass der Deutsch-Amerikaner nicht nur erfrischend anders aussieht, sondern auch zu den Meistern an der Geige gehört, zeigt er durch sein Konzertrepertoire an diesem Abend. Mit Vittorio Montis „Csárdás“ beginnt der Abend temperamentvoll. Virtuos lässt er seine Stradivari erklingen und zieht die seit Wochen ausverkaufte Dreiländerhalle schnell in seinen Bann. Die bekannten Stücke klingen unter seinen Fittichen erfrischend anders. Brahms „Ungarischer Tanz Nr. 5“ wird in neuem Arrangement zwar weniger fordernd, durch die langen Melodiebogen aber verspielter. Zur neu arrangierten Streicherbegleitung bei Dvoráks „Humoreske“ kommt ein schwebend leichter Ton von Garretts Geige, der sich seinen Weg unaufdringlich ins Ohr bahnt. Ähnlich ergeht es mit Tschaikowskys „None but a lonely heart“. Ganz in seinem Element, dem schnellen Tempo, ist ein tänzelnder Garrett bei Sarasates „Zigeunerweisen“. Mühelos spielt er sich mit einem Lächeln auf den Lippen durch das Stück.

Das Orchester ist sein stetiger Begleiter. Mal nur ganz leise im Hintergrund, als das weiche Bett, auf dem Garretts Geige klingt, mal mit opulentem Volumen, wenn etwa der „Fluch der Karibik“ durch die Zuschauerreihen weht. Seine Version der Musik aus dem bekannten Kinofilm ist der Publikumshit des Abends. Die Besucher summen begeistert mit und klatschen frenetisch nach dem donnernden Schlussakkord. Im Vergleich dazu wird das 20-minütige Violinkonzert op. 64 von Mendelssohn im zweiten Konzertteil verhalten angenommen. Es scheint, als wisse das Publikum für einen Moment nichts damit anzufangen.

Dabei zeigt Garrett in dieser Komposition, die er zum ersten Mal mit elf Jahren spielte, erst sein wahres Können. Geführt von Dirigent George Pehlivanian schwebt der vibrierende Ton der Stradivari über allen andern. Der 29-Jährige zeigt seine zarte Seite. Vieles ist mehr gehaucht als gespielt. Dafür spielt er sich im dritten Satz regelrecht in Rage, lässt alle mimischen Spielereien für das Publikum sein und versprühte einen Hauch davon, was es heißt, als schnellster Geiger der Welt im Guinessbuch der Rekorde zu stehen.

Garrett ist aber auch ein passabler Unterhalter. Seine Stücke moderiert er selbst an, leider oftmals verbunden mit Anekdoten aus seinem Leben: wie er sich als Siebenjähriger auf der Straße ein neues Spielzeugauto erspielte, sich ein weiblicher Fan bei Regen mehr Sorgen um seine Haare als um seine Geige machte und er sich als Kind mit seiner dicken Hornbrille so geschämt hat, das er sie bei Konzerten absetzte und heute nur noch Kontaktlinsen trägt. Auch das klassikferne Publikum wird so gut unterhalten und findet einen Zugang zur bisher unbekannten Musikrichtung. Der Retter der Klassik hat seine Mission erfüllt.

Andrea Poschinger, 27.01.10, quelle: pnp

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Münster, January 26

David Garrett beschwört die großen Gefühle

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MÜNSTER Der Auftritt des Stargeigers David Garrett in der Halle Münsterland am Dienstagabend (26. Januar) wurde vom Publikum groß gefeiert. Auf seiner "Classic Romance"-Tour entführte er 3200 Menschen in eine rosarote Traumwelt.

Ein ziemlich eitles Kind sei er gewesen, sagt Stargeiger David Garret am Dienstagabend in der Halle Münsterland. Seine Eltern erlaubten ihm nicht, Kontaktlinsen zu tragen. Stattdessen quälten sie ihn mit einer dicken Hornbrille. Die er selten trug. Seine Erinnerungen an damals seien daher auch „etwas verschwommen“.

Die Geschichten, die David Garrett erzählt, kommen ein bisschen ungelenk daher. Garrett will unterhalten. Schüchtern, bescheiden gar erzählt er, als ob er sich nicht recht traut, etwas von sich preiszugeben. Nur die Show eines Mannes, der weiß, wie eine gute Show funktioniert?

Zumindest ein Gebaren, das perfekt zu seinem Image passt. Zu dem sanften Beau mit Zopf, Hütchen und Dreitagebart, der mit der Geige die Welt bezirzt. Seit er vier ist, spielt er sie. Mit 14 unterschrieb er einen Exklusiv-Plattenvertrag. Ein Höhenflug. Man erkennt den jungen, ernst dreinblickenden Mann mit dem kurzen Haar kaum wieder, wenn man sich die Plattencover von damals anschaut – auch wenn er schon schön, lasziv und mit nackten Armen posiert.

Musik ist seine Droge

Der Höhenflug ist schnell vorbei. Die Gesundheit des Wunderkindes macht nicht mehr mit. Seine Karriere knickte. Er sei „durch den Dreck gegangen“, sagt er einmal in einem Interview. Um wieder nach oben zu kommen, habe er Klinken putzen müssen. Heute drückt er seine Lebensphilosophie in einem einzigen Satz aus: „Meine einzige Droge ist die Musik“, sagt er in Münster.

28 Jahre alt ist er jetzt, steht an der Spitze der Verkaufsränge, und die Welt liegt ihm zu Füßen. Weil er den Hummelflug so schnell spielt wie kein zweiter. Weil er AC/DC genauso gut kann wie Bach. Weil er so aussieht wie er aussieht.

"Classic Romance" heißt das Album

Das neue Album mit dem belanglosen Kuschelklassik-Titel „Classic Romance“ enthält im Gegensatz zu seinen Crossover-Platten reine Klassikeinspielungen. Und auch in der ausverkauften Halle Münsterland, vor 3200 begeisterten Fans, genehmigt er sich mit der Staatskapelle Weimar im Rücken und Dirigent George Pehlivanian an der Seite nur einen Mini-Ausflug in moderne Gefilde: Er spielt „He’s a Pirate“, aus dem Film „Fluch der Karibik“. Und überzeugt. Mit Druck, Kraft und Piratencharme. So will man ihn spielen sehen. Dafür gibt es dann auch den lautstärksten Zwischenapplaus.

David Garrett beherrscht sein Instrument virtuos, keine Frage. Allerdings motzt er auch fast alles mit starkem Vibrato auf, jede Note in ein dickes Schmalzkostüm gehüllt. Bei Pablo Sarasates „Zigeunerweisen“ weinen und wimmern die Seiten, Sergej Rachmaninoffs „Vocalise“ schluchzt und trieft, Peter Tschaikowskis „None but the lonely heart“ zerreißt es fast, und die jungen Frauen im Publikum haben Tränen in den Augen. Es ist die Beschwörung großer Gefühle.

Neu ist das nicht. Mit ein bisschen Kitsch und Rüschchen, leicht, aber üppig verpackt, verkauft sich Klassik ziemlich gut. Seine Musik beeindruckt vor allem Klassik-Neulinge. Garetts Anspruch ist es, jungen Leuten „seine“ Musik ans Herz zu legen. Der erste Teil der Show ist denn auch eine Art „Best of Schmuseklassik“. Mit ein paar flinken Ausreißern wie Brahms Ungarischem Tanz Nr. 5, bei dem Garrett musikalische Mätzchen macht.

Kein Häppchen mehr

Seine Fans, die es mögen, wenn er Songs von Queen und Michael Jackson auf seiner Stradivari spielt, müssen im zweiten Teil Geduld beweisen. Das dreisätzige Mendelssohn-Violinkonzert ist weder Crossover noch Häppchen. Dass hier zwischen den Sätzen geklatscht wird, quittiert Garrett mit einem verständnisvollen Lächeln. Ist die Angewohnheit, das Musikstück erst komplett anzuhören, gar spießig? Bei Beethoven wurde schließlich ebenfalls nach jedem Satz Beifall gespendet.

Bei Mendelssohn hält sich Garrett erfreulicherweise mit dem Überschwang an Pathos zurück. Dirigent Pehlivanian und er sehen sich fast die ganze Zeit in die Augen, das Orchester folgt beweglich und hält den Klang transparent – es klingt nicht so suppig wie noch vor der Pause.

Dann ist Garrett wieder zurück im Geschäft. Mit dem Zugaben-Ohrwurm „Der Hut, der hat drei Ecken“ (Niccolò Paganinis „Karneval in Venedig“) verlässt er die Bühne. Mit einem scheuen Lächeln. Nach zwei Stunden rosaroter romantischer Träumerei.

 Sabine Müller, 27.01.2010, quelle: muenstersche zeitung

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Stargeiger David Garrett verzaubert Fans in Münster

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Münster - Der Meister kommt pünktlich: David Garrett betritt am Dienstagabend beschwingt auf die Bühne, die blonde Mähne lugt zum Pferdeschwanz gezähmt unter dem schwarzen Hut hervor, die Jeans schlottert lässig über die Schuhe. Er hüpft auf seinen Barhocker - und lächelt gewinnend in die vollbesetzte Halle Münsterland.

Der Stargeiger, der mit seinen Crossover-Projekten und seiner Erscheinung, die irgendwo zwischen Rockstar und Armani-Modell pendelt, Kritiker provoziert und ein Massenpublikum fasziniert, legte in Münster diesmal eine neue Platte auf.

Harte Rockklänge? Von wegen. Garrett zeigt sich ganz weich, kehrt zurück zu klassischen Wurzeln. „Classic Romance“ ist der Titel seiner neuen CD. Ein fast etwas peinlicher Titel, der eher zu einer neuen Rosenzüchtung passt. Was soll`s. Die Gratwanderungen zwischen den Welt des Marketings und der der ernsten Muse: Das gehört zum Image Garretts wie sein Charme.

Es gibt auf seiner CD eine Auswahl von bekannten Romantik-Nummern, von denen er im ersten Teil seiner „Show“ Etliche zum Besten gibt. Warum Romantik? Diese Epoche passt zum Rattenfänger-Image des ehemaligen Wunderkinds. Er will junge Menschen und Klassikferne für die sogenannte E-Musik gewinnen. Das funktioniert mit viel Verständnis, wenn man zum Beispiel nur milde lächelt über Beifall des Publikums zwischen den einzelnen Sätzen eines Violinkonzerts. Das funktioniert, indem man zwischendurch mal den Rebell gibt und den mitreißenden Soundtrack von „Fluch der Karibik“ einfließen lässt.

Und das funktioniert eben besonders gut über romantische Klassiker, die auf die Emotionen der Zuhörer zielen, die Abenteuerlust verkörpern, Leidenschaft, Lyrisches, die Sehnsucht nach einer Traumwelt. Garrett kennt seine Zuhörer in den großen Hallen, von denen viele die Härten der Wirtschaftskrise aus dem Alltag kennen und nicht nur aus Diskussionen über Managerweisheiten im Kultur-Kanal.

Er liefert einen Zugang zur Gefühlswelt, die man sich im durchrationalisierten Alltag oft verkneifen muss. Ein alter Trick der Virtuosen, aber warum auch nicht? Gekonnt setzt er Effekte, trägt manchmal etwas dick und getragen auf, wenn er Romantik-Schmonzetten wie Dvoraks „Humoreske“ oder Tschaikowskys „Nur wer die Sehnsucht kennt“ auf seiner sündhaft teuren Stradivari intoniert.

Dazwischen parliert Garrett gewinnend mit dem Publikum, erzählt von einer alten Dame, die ihn in Münster beim letzten Konzert im strömenden Regen mit einem Schirm beschützt hat: „Nicht wegen meiner teuren Geige, sie wollte meine Haarfrisur schützen.“ Auch erfahren die Zuschauer, dass er als Kind unter seiner dicken Hornbrille gelitten hat und seit Langem Kontaktlinsen trägt.

Dann kommen Äußerungen, die erahnen, worum es Garrett geht: „Musik bleibt meine einzige Droge“ erzählt er von einer Begegnung mit einem Arzt in den USA, der ihm zu bunten Pillchen geraten habe.

Der 28-Jährige will zeigen, dass man nur mit Disziplin und harter Arbeit nach oben kommt - das widerspricht eine Gegenwarts-Kultur, in der Auseinandersetzung mit Musik sich oft im Küren von kurzlebigen Superstars beschränkt, in der aber das Musizieren als persönlichkeitsstärkende Alltagskultur an Bedeutung verliert.

Ganz zum Schluss zieht Garrett dann erneut andere Saiten auf. Er zeigt, was es wirklich heißt, die ganz hohe Kunst des Geigenspielens zu beherrschen. Die meisterlich vorgetragenen Zigeunerweisen von Pablo de Sarasate, mit denen er mit neun Jahren zum ersten Mal auftrat, sind erst der Auftakt.

Nahezu perfekt entwickelt sich das Zusammenspiel zwischen ihm und der Staatskapelle Weimar unter der Leitung von George Pehlivanian. Der kapriziöse Dirigent und der schlaksige Garrett lassen sich beim Violinkonzert in e-Moll von Felix Mendelssohn nicht aus den Augen. Egal, wie zart und verhalten Garrett auch streicht, das Orchester reagiert immer fein und aufmerksam.

Besonders bei den Soli zeigt Garrett die ganze Lebendigkeit romantischer Musik, ohne dabei ins gefährliche Pathos abzugleiten. Zur Entspannung gibt es dann noch etwas Massenet und Paganini zum Mitsummen. Garrett ist mit seiner Zauberkunst am Ende. Doch er lächelt tapfer zum Abschied. Am Ende lächelt das Publikum zurück.

CLAUDIA KRAMER-SANTEL, 27.01.10, quelle: ahlener-zeitung

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foto: © Gunnar A. Pier

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Berlin, January 27

WILDE GEIGER

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Warum wir dauernd neue David Garretts brauchen

Er ist der Geiger der Stunde: David Garrett gehört derzeit zu den populärsten Klassik-Künstlern überhaupt. Neu ist das Phänomen allerdings nicht. Jede Generation und Epoche braucht offenbar ihren massenkompatiblen Starviolinisten, spätestens seit Niccolò Paganini.

Sie sind nicht jung, sie sind nicht alt, nicht reich und nicht Hartz IV, nicht in und nicht out. Sie sind ganz normaler Durchschnitt, sie sind Deutschland. Wenn man diese 2000 Menschen aus der Berliner Philharmonie führen, vor einem neutralen Hintergrund versammeln und fotografieren würde, keiner könnte sagen, was sie an diesem Abend verbindet: den Einsatz einiger Euro nämlich, um ein Klassik-Konzert mit David Garrett zu hören.

Der gibt immer noch Rätsel auf. Da taucht 1995 bei der Deutschen Grammophon ein 14-jähriger fönfrisierter Geigenknabe auf, immerhin betreut von Violinlehrgrößen wie Zakhar Bron und Ida Haendel, der mit Claudio Abbado Mozartkonzerte eingespielt hat. Sein Ton ist dünn, seine Interpretation wenig charismatisch.

Nach zwei weiteren Kammermusikplatten ist der verkrampft wirkende, offenbar von seinen Eltern zum Geigerglück gezwungene Junge wieder weg vom Klassikmarktfenster. So grausam war bereits damals das Geschäft.

Einige Jahre später startet der nunmehr postpubertäre Jüngling bei der gleichen Firma einen zweiten Versuch mit romantischen Konzerten. Die Fönfrisur ist noch da, auch wenn er auf dem Cover etwas mehr Haut zeigt und schwere Adoleszenzprobleme beichtet. Immerhin hat sich zwischenzeitlich sogar Itzhak Perlman an der New Yorker Juilliard School seiner angenommen. Das Comeback wird ein Flop. Der Klassikmarkt ist mit wirklich guten Violinisten gesättigt, an der Saitenfront geben zudem die Geigen-Girlies den Marketing-Ton an.

Wieder verschwindet David Garrett in der Versenkung, um 2006, inzwischen von den ehrgeizigen Eltern abgenabelt, mit einer selbst produzierten, via England zunächst widerwillig in Deutschland herausgebrachten, rockig aufgetunten Lollipop-CD und neuem Look plötzlich die Charts zu stürmen.

Was beweist: Jede Generation und Epoche braucht offenbar ihren massenkompatiblen Starviolinisten, spätestens seit Niccolò Paganini. Der hatte im 19. Jahrhundert bereits das Pop-Image weg, man nannte ihn den "Teufelsgeiger", Legenden rankten sich schnell um seine Finger- wie Liebesfähigkeit. Virtuosität als Potenzprotzerei.

Eine ganze Armada von griffflinken, Funken fliegen lassenden Saitentänzern folgte ihm bis ins frühe 20. Jahrhundert - von Joseph Joachim über Henri Vieuxtemps, Henryk Wieniawski, Fritz Kreisler, Eugène Ysaye, Pablo de Sarasate bis Jenö Hubay.

Sie hatten alle gemeinsam, dass sie unverschämt viel Geld für irrwitzige Kunststücke auf der immer schon als erotisch angesehenen Geige verdienten, dass sich auch um ihr Privatleben die Mythen rankten und dass sie in einem längst noch nicht so öde genormten Konzertmarkt, der ja damals auch das Popbusiness war, gehörig über die Programmstränge schlugen.

Zu ihnen ging der kunstinteressierte Bürger nicht, um sich intellektuell zu versenken, sondern um sich zu unterhalten. Dieses Bedürfnis befriedigten sie zudem mit eigenen, meistenteils heute noch gespielten, mehr oder weniger avantgardistischen Kompositionen die als zirzensische Pyrotechnikkunststücke die eigenen Fähigkeiten ins rechte Podiumslicht rückten. Ein David Garrett hingegen arrangiert höchstens manierlich, und dann klingt AC/DC wie Konfitüre.

Selbst als durch das Aufkommen des Grammophons wie des Radios die Unterhaltungsmusik sich stetig mehr vom Klassikgeschäft entfernte, war der charismatische Geiger ein Muss. Unter den Heerscharen der fiedelnden Orchesterleiter im Berlin der Zwanzigerjahre galt etwa Barnabás von Geczy stets als der "Paganini des 5-Uhr-Tees".

In den Fünfziger- bis Siebzigerjahren nahm in den deutschen Radio- und TV-Shows dann der ondulierte "Zaubergeiger" Helmut Zacharias seine Stelle ein. Der konnte swingen, spielte aber auch mit Ferenc Fricsay bei der Deutschen Grammophon Klassik ein. Zacharias war der Geiger fürs Volk, die elitären Virtuosen spielten längst in anderen, publikumsmäßig überschaubareren Sphären.

Über diese Wahrnehmungsgrenze sprang höchstens noch das einstige Wunderkind Yehudi Menuhin, der mit mildem Versöhnungscharme und weltumspannendem Humanitätsengagement mehr punktete als mit seinen schwindenden Geigenfähigkeiten.

Während die Mitte der Neunzigerjahre auftauchende asiatische Geigennymphe Vanessa-Mae weniger durch die flinken Finger als ihren Wet-T-Shirt-Look und eine Elektrovioline eine Zeit lang erregte, konnte sich vorher schon und eigentlich bis heute Nigel Kennedy etablieren.

Der Menuhin-Schüler war zunächst brav frisiert und spielte manierlich Klassik in den oberen Etagen des Betriebs. Bis er plötzlich auf punkig-britischen Prolllook setzte, die kuschelige Romantik aufraute - und mit Vivaldi durch die Chartsdecke ging.

Kennedy hatte Auf und Abs, begann Popsongs, Jazz, Klezmer und Eigenkompositionen in sein schräges, aber liebenswertes Musikuniversum einzubeziehen. Doch auch wenn er bisweilen auf seiner "Kylie" gerufenen Guaneri danebengreift, weil ihm die Spielergebnisse seines Football-Clubs Aston Villa wichtiger sind: Der mittlerweile 53-Jährige ist hochgradig authentisch und zudem ein begnadeter Kommunikator.

Sein Publikum allerdings wird auch durch ihn nicht klassikaffin. Auf den übrigen, im Styling nach wie vor verschnarcht dahindümpelnden Betrieb hatte der inzwischen vornamenlose Kennedy weniger Auswirkungen als zunächst gedacht oder befürchtet.

Und nun folgt also - nach und neben André Rieu (61), dem schmalzlockigen Saitenschmeichler mit weiblichem Staniolkleiderorchester für die Volksmusik-Fraktion - mit David Garrett der nächste Geigenpopstar für die neue Mitte. Für die, denen Pop und Rock zu aggressiv, Klassik aber zu anstrengend ist. Es gibt viele davon.

Und so füllt nun ein Schwiegermuttertyp mit Dreitagebart, blondiertem Zopf, bisweilen offenem Hemd, Hängehosen und Hütchen die Arenen wie Konzertsäle: als Nachfolger nicht ausrottbarer Archetypen wie des fiedelnden Rattenfängers, des Zigeuners, des geigenden Tods und Teufels, der die Menschen in Veitstänze und Untergangsreigen treibt.

Das Sympathische an dem nun auch schon bald 30-Jährigen, von einer Fußgängerzonen-Bekleidungsfirma Gesponserten, ist seine Liebe zur Klassik. Während er dank eines auf YouTube dahingeschrabbeltem "Hummelflug" im Guinness-Busch als "schnellster Geiger der Welt" zertifiziert ist und bei den TV-Raabs als "schönster Geiger" schäkern muss, begnügt er sich nicht, für ein paar lukrative Crossover-Karrierejahre mit Kuschelrock-Tunes sein Ding zu drehen.

Nein, er will das Mendelssohn-Konzert und Zugabenstücke spielen, im Dämmerlicht, vom Barhocker aus. Zwischen lauter "wunderschönen" Nummern reißt er nette Witze, sein wohl wenig Klassik-geübtes Publikum nimmt er nicht wirklich an die Hand. Sein Spiel ist so zart, vibratosatt und fantasielos brav, dass man es unter Artenschutz stellen müsste. Der Konzertmeister der wackeren Staatskapelle Weimar neben ihm würde es mindestens genauso gut können.

Auf David Garretts ungefährlich weichem Ton kann sich die Mehrheit entspannen. Kein Wunder, dass ihn Angela Merkel beim CDU-Festakt für Sechzig Jahre Bundesrepublik das Deutschlandlied hat geigen lassen. Im nächsten Jahr soll David Garrett - auf Wunsch von Horst Köhler - als Solist beim Benefizkonzert des Bundespräsidenten spielen. Und jetzt bekommt er die goldene "Hörzu"-Kamera für "Beste Musik International".

MANUEL BRUG, 29. Januar 2010, quelle: welt

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David Garrett brings rock and classical giants together

Clash of the titans

Violinist David Garrett’s first American release begins with the last frantic movement of "Summer” from Vivaldi’s “Four Seasons."

Next up? Metallica’s “Nothing Else Matters.”

I’m a huge fan of Metallica,” Garrett said by phone from his New York home. “They’re incredibly talented players, and the pieces they write are very symphonic.

With his long, blond hair, tattoos and male model looks, Garrett - who plays a sold-out Berklee Performance Center on Saturday - only looks like a rock star. But long before he started covering rock tunes and performing with an electric band, the now-28-year-old son of an American mother and German father made his mark as a classical prodigy.

He started playing violin at age 4 and had a recording contract with Deutsche Grammophon at 14. At 18, he moved to New York to study at Juilliard.

My main work was learning classical concertos, chamber music, conducting and composition,” Garrett said. “But during those four years, I did come in contact with people who were my age and were very interested in rock ’n’ roll.

Most of the concerts Garrett plays are what he calls “core classical.” But last year he sat at the top of Billboard’s Classical Crossover chart for nine straight weeks with a record where songs by Queen and AC/DC showed up alongside pieces by Bach and Bizet.

Is Garrett using rock music as a Trojan horse to win over young fans?

Basically the concept is to give them something contemporary, which they know, and mix it with classical music,” he said. “And next time, they’ll come for a classical tour. That is the main point in the whole idea.

In the end,” he said, “it’s up to you to make your goal with what you do. You can do everything, as long as you have the quality and you have standards. Of course, music is a matter of taste, and everybody has a different perspective, which is very good. I don’t necessarily see the dangers as long as you stay true as to where you’re coming from, which for me is classical music.”

On his recent, self-titled CD, he does achieve continuity in the sound, despite the disparity of the sources.

That was the first thing the record company had a problem with,” Garrett said. “They said, ‘There’s so many genres, how are we going to put this on one record?’ I was the only one saying it all kind of makes sense. It’s an instrumental record. Don’t make me do a record where everything is the same. It was always important to me that every track on the record had to be different, in order to get continuity.

No doubt Garrett’s striking looks and flamboyant style are part of that equation. He’s been called the David Beckham of the classical world.

I was trying to shake that off for six years,” Garrett said, “but apparently not successfully. I would explain it this way. David Beckham definitely got a new audience for football. And my challenge is to get a new audience for classical.”

By Jim Sullivan  |   February 17, 2010  |source: bostonherald  

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San Diego, February 28

Violinist David Garrett Balboa Theatre Show Review

German-American violinist David Garrett played an impressive show at downtown San Diego's Balboa Theatre.

I first heard of German-American violinist David Garrett a few years ago, after he made worldwide headlines for falling down a concrete flight of stairs after a holiday concert in London. Thankfully he was uninjured, minus a few scrapes and bruises. His violin, however, was not. He landed on his violin case and when he opened it, his Guadagnini, crafted in 1772, lie in pieces. He pronounced it “a mess.”

The prescription? Eight months in the repair shop, but Garrett needed his violin back sooner than that. He had another concert date in London, on Valentine’s Day. In a too-good-to-be-true twist of fate, Garrett received a Stradivarius to play days before the show, flown in special from Milan. He has played a 1710 Stradivarius ever since.

It was a stunning story, full of intrigue. I found Garrett’s discography online and was surprised to discover that everything was an import; there were no U.S. releases. At the time it didn’t occur to me to shop amazon.de instead of amazon.com.

But there was information on Garrett, much of it in the European press. David Garrett, born in Aachen, Germany to a German father and an American mother, picked up the violin at age four. Initially the instrument was brought home for his older brother, but the youngster took to it and within the year he was playing in public.

When he turned eight, he was prepping for shows booked with the London Symphony Orchestra and the Los Angeles Philharmonic, and at 13 he was signed to the premiere classical label Deutsche Grammophon as a soloist. By his late teens he’d already amassed a staggering resume of recordings, performances and tours. He moved to New York City and, to top it all off, secured a once-in-a-lifetime opportunity to become the first student under the tutelage of Itzhak Perlman at the Juilliard School, from which he graduated in 2003.

Further intrigue ensued. How could such an astounding talent, who’d already conquered audiences across Europe and played in India and the Far East, be so unknown in the U.S., the country he’d called home for nearly a decade? Where were the American music critics? Under a clear night sky outside the beautifully restored Balboa Theatre in downtown San Diego on the last day of February, I wondered how many other concertgoers wondered the same.

His band of four (drums, bass, guitar and keyboard) made its way on stage as the lights dimmed, but Garrett was nowhere to be seen. Then the first notes of Carmen Fantasie wafted down the aisle, followed by Garrett strolling minstrel-like, somehow managing to play, walk and smile all at once, his violin plugged into a wireless microphone to amplify its sound.

When he hit the stage his band joined him in a spicy, Spanish flamenco-styled rendition that quickly heated up the theater’s Spanish Revival-styled interior. What followed was two hours of such rich and exquisite vigor by Garrett and his bandmates that it was a wonder as to how they could possibly maintain this intensity within the span of one performance, much less a 22-city North American tour – Garrett’s first.

Dressed in a black shirt and jacket and shiny gray pants, his dark-blond hair tied back in its usual ponytail, Garrett sports a five o’clock shadow and tattoos. He doesn’t so much look like a classically trained violinist as he does a grunge rocker á la Kurt Cobain, to whom he bears a slight and eerie resemblance. So it wasn’t too surprising to learn of his love for hard rock and heavy metal music.

What was surprising was his uncanny ability to bring those genres and others into the classical realm (or is it the other way around?). By translating metal, rock, blues and R&B to violin, Garrett seamlessly brings classical music to non-classical ears and Metallica to classical aficionados, bridging and melding the two communities into one and thus devising a musical language devoid of genre and categorization.

By doing so, Garrett establishes his own unique voice and individual place among a small cadre of violinists and other orchestral-minded musicians, whom themselves have forayed into popular, contemporary formats like indie rock and hip-hop; folks such as Owen Pallett, Julie Penner, Petra Haden, Lisa Germano, Emily Wells, Andrew Bird and Sufjan Stevens.

Reminiscing over his first rock album purchase (Queen’s A Night at the Opera), Garrett   then launched into a slow boil of “Who Wants to Live Forever.” He continued to up the ante with unlikely covers of AC/DC’s “Thunderstruck,” Metallica’s “Nothing Else Matters,” Led Zeppelin’s “Kashmir” and a particular crowd favorite, Michael Jackson’s “Smooth Criminal,” all of which sounded wholly original without diminishing the spirit and integrity of the songs and the artists who originated them.

It would be too easy to expect the violin to sound shrill, if not shrieking, on many of these head bangers, and maybe this seems all the more so because it’s all violin–Garrett doesn’t sing a word–but it’s his virtuosity and deftness which create these beautifully pure and commanding tones in a new context. If the violin is said to be the instrument that most closely resembles the human voice, in Garrett’s hands it’s so close to the electric guitar it’s almost freakish. Dumbfounded and shaking my head in disbelief throughout the night, I’d never thought in a million years a violin could ever sound like this.

Garrett’s not merely a metal head, though. He explained his love of all music genres and how they have informed his prodigious classical upbringing. His set verged into blues with Bill Wither’s “Ain’t No Sunshine,” psychedelic rock via Jimi Hendrix’s “Little Wing,” “Dueling Banjos” bluegrass from the Deliverance soundtrack and the American musical songbook á la Leonard Bernstein’s “Somewhere” from West Side Story. The real showstopper, however, was Chopin’s “Souvenir de Paganini,” a variation on Paganini’s “The Carnival of Venice.” It begins rather benignly but quickly turns complicated, each measure more technically demanding than the last, and it’s not a lengthy composition to begin with. Garrett pulls it off, making it look easy, but it’s clearly not, and he freely admits it. The piece is as breathtaking as Garrett’s candor.

Sprinkled about were arrangements of his own, including a wicked version of Rimsky-Korsakov’s “Flight of the Bumblebee” (for which Garrett is listed in the Guinness Book of World Records, having performed it in 66 seconds), as well as compositions he penned himself, such as the bittersweet melancholia of “Chelsea Girl.” This “Chelsea Girl” has nothing to do with Nico or Andy Warhol, however; it’s a somber ode to an ex-girlfriend, prompting Garrett to jokingly ask his band mates, “And why are we still playing this?”

Garrett is not only a very gifted performer, but a genuine and heartfelt storyteller too, prefacing each song with some history, a few anecdotes and his easy-going sense of humor. Considering his life’s trajectory, it’s a testament to his upbringing and the people with whom he’s chosen to surround himself that gives him such an extraordinarily down-to-earth, levelheaded, amicable presence. It’s something audiences love him all the more for.

Looking out into the audience, many faces beamed as if the spotlights were in reverse, and maybe they were. David Garrett was on stage, shining, a star already having been discovered in other skies, now appearing to American audiences gazing heavenward. We only need keep our telescopes poised to capture his ever-brightening future.

David Garrett performed at the Balboa Theatre in downtown San Diego on February 28th. His U.S. debut is the self-titled album David Garrett. Last spring, Garrett received wide exposure to American audiences during a national fund drive for PBS. His albums are available on Amazon.com, Amazon.de and on iTunes. He has also released two live concert DVDs.

source: JULIA, MARCH 9, 2010, usdradio

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