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- INTERNATIONAL PRESS and RADIO - 10 -

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JANUARY 2009

DAVID GARRETT: "Musik ist keine Religion" 8th Jan D7 UK4

Ich bin ein Perfektionist? 7th Jan D10 UK8

A questionaire to David Garrett, just for fun Jan UK2

David Garrett, The man of the year 2008 (Mann des Jahres 08) January UK1

DECEMBER 2008

David Garrett - Interview im Magazin "virtuos", 18 Dec D5

David Garrett, Geigen-Wunderkind erobert Platz in der Erwachsenen-Welt, 17 Dec D UK7

Kreative im Einsatz für UNESCO-Kinder MIT DAVID GARRETT, 16 Dec D1

Yehudi Menuhin hätte es gefallen, 04 Dec D2

NOVEMBER 2008

Garrett bringt Philharmonie (Berlin) zum Schluchzen, 21 Nov D23

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DAVID GARRETT

"Musik ist keine Religion"

D8

Der Stargeiger begeistert ein großes, junges Publikum. Dafür wird er oft kritisiert. Ein Gespräch über Konventionen im Konzertsaal und die Grenzen zwischen Pop und Klassik

ZEIT ONLINE: Herr Garrett, bieten sie auf ihrer Encore-Tour nun leichte Muse, um das Publikum von der allgemeinen Krisenstimmung abzulenken?

David Garrett: Nein. Dieses Crossover-Projekt war nur als Ergänzung zur Klassik gedacht. Den Erfolg sollte man mir jetzt nicht zum Vorwurf machen. Ich habe mich immer an Geigern orientiert, die wussten, dass man sich ein junges Publikum in der Klassik hart erarbeiten muss. Itzhak Perlman und Isaac Stern haben modernere Stücke interpretiert. Außerdem vergisst man mittlerweile, dass Jascha Heifetz Stücke mit Bing Crosby eingespielt hat. Vielleicht wurde ihnen das ebenfalls vorgeworfen, aber im Nachhinein waren sie große Künstler.

ZEIT ONLINE: Die Reaktionen der Feuilletons auf den ersten Teil Ihrer Klassik-Tournee mit der Pianistin Milana Chernyavska waren sehr zwiespältig. Hat Sie das überrascht?

Garrett: Ich habe damit gerechnet. Warum hat aber niemand darüber berichtet, dass die Konzerte ausverkauft und viele junge Leute da waren, die sich für die klassische Musik begeisterten? Das hat so bisher keiner ansatzweise geschafft. Außer vielleicht ein Leonard Bernstein. Dann ergibt es doch wirklich einen Sinn, was ich in den letzten Monaten aufgezogen habe.

ZEIT ONLINE: Lässt solche Kritik Sie also kalt?

Garrett: Man kann mich kritisieren, wie man will. Aber immer wird beklagt, dass keiner zu Klassikkonzerten kommt und die Musik ausstirbt. Wenn jemand Talent mitbringt und etwas dagegen tut, wird es aber ignoriert. Manchmal habe ich das Gefühl, einige wollen gar nicht, dass sich was ändert. Offiziell ist die Klientel der Klassikhörer immer sehr sozial, und es heißt: "Wir sind alle Menschen." Aber im Endeffekt wollen sie allein in ihrer Glaskugel bleiben. Niemand darf daran rütteln. Mir ist vor allem die Meinung der Menschen wichtig, die mir musikalisch etwas bedeuten: Ida Haendel, Itzhak Perlman oder Zubin Mehta. Sollten diese mir signalisieren, dass etwas nicht stimmt, würde mein Warnblinksystem sofort angehen.

ZEIT ONLINE: Sie wollen Kenner, Liebhaber und Fans unter einen Hut bringen. Geht das?

Garrett: Ich denke, das ist ein Kompromiss, der auf lange Sicht funktionieren wird. Der konservative Konzertbesucher muss seine Vorbehalte gegenüber der Jugend überwinden. Da besteht teilweise noch eine Abneigung, die ich überhaupt nicht verstehen kann. Die Jugend kann die klassische Musik genauso lieben wie die ältere Generation. Im Gegenzug verspreche ich, anspruchsvolle Stücke zu spielen und mich dementsprechend professionell auf der Bühne zu verhalten.

ZEIT ONLINE: Zwischenapplaus von Klassik-Neulingen stellt die Nerven von Klassikkennern und Künstlern auf die Probe ...

Garrett: Es war doch früher ganz normal, zwischen den Sätzen zu klatschen. Beim Jazz ist der Applaus nach einer Kadenz oder einem Instrumental-Solo selbstverständlich. Die heute vorherrschende Haltung, das gesamte Werk am Stück hören zu wollen, ist erst um etwa 1900 aufgekommen. Man darf nicht vergessen, dass Musik auch Unterhaltung ist. Ich finde, es darf keine stille Kunst sein. Musik ist keine Religion. Um sie zu genießen, braucht es keiner Andacht. Musik ist etwas Großartiges, man muss aber immer noch die Freiheit haben, sich zu ihr zu bewegen. Wer verkrampft im Konzertsaal sitzt, der kann seine Emotionen nicht wirklich ausleben. Wenn jemand klatschen will, bin ich der Letzte, der "psst" sagt . Das wäre ja unmenschlich.

ZEIT ONLINE: Sie haben die Konzertabende der Kammermusik-Tour mit der späten G-Dur-Sonate von Beethoven begonnen. Ist das nicht ein sehr problematischer Einstieg, insbesondere für Klassik-Neulinge?

Garrett: Gerade den jüngeren Zuhörern muss ich ein großes Kompliment machen. Ich wollte sie mit etwas Anspruchsvollem zum Zuhören zwingen, und sie haben sich unglaublich gut konzentriert. Ich finde, die G-Dur-Sonate ist eine der schönsten Violinsonaten. Ich wollte eine Mischung aus hochqualifizierter Musik, auf die man sich voll konzentrieren muss, und anspruchsvollen Stücken mit Unterhaltungswert, wie die Grieg-Sonate. Die ältere Generation denkt oft, die Jüngeren hätten keine Ahnung von Kultur. Aber wenn sich niemand die Mühe macht, ihnen das Verständnis dafür näher zu bringen, wird sich nie etwas daran ändern. Die Älteren sollten nicht vergessen, dass auch ihnen jemand geholfen hat, die klassische Musik zu verstehen.

ZEIT ONLINE: Wird sich das Programm in der zweiten Hälfte der Klassik-Tournee verändern?

Garrett: Die Werke von Grieg und Sarasate bleiben im Programm. Anstelle der späten Beethoven-Sonate gibt es die A-Dur-Violinsonate von César Franck und das Poème von Ernest Chausson zu hören. Es liegt nicht an den Kritiken, sondern daran, dass ich mal wieder etwas anderes spielen möchte. Routine ist in der Musik das Allerschlimmste, und das merken dann auch die Zuhörer.

ZEIT ONLINE: Viele der jungen Leute sehen Sie mittlerweile als Idol. Wie gehen Sie mit dieser Verantwortung um?

Garrett: Natürlich hat man als Künstler die Verantwortung, von seinem Erfolg etwas zurückzugeben. Es ist entsetzlich, wenn man sich einfach nur feiern lässt. Man muss versuchen, den Leuten, denen es schlecht geht, vom Erreichten ein Stück abzugeben. Ich bin jetzt erst einmal Unesco-Botschafter, werde mich aber in den nächsten Monaten noch für andere Sachen einsetzen, über die ich noch nicht sprechen möchte.

ZEIT ONLINE: Wie bewältigen Sie Ihr bis obenhin gefülltes Tagespensum?

Garrett: Ich arbeite sehr diszipliniert. Das sollen die jungen Leute ruhig sehen. Wenn du etwas erreichen willst, musst du knallhart dafür arbeiten und kämpfen ohne Ende. Diese Erfolgsgeschichten, aus dem Nichts heraus ganz nach oben zu kommen, führen zu falschen Vorstellungen. Es ist großartig, wenn es einmal passiert. Aber man darf jungen Menschen nicht suggerieren: Wir machen nichts und haben danach Erfolg. Das ist ein Trugschluss.

ZEIT ONLINE: Bringt der große Erfolg nicht ein hohes Maß an Fremdbestimmung mit sich?

Garrett: Diese Gefahr besteht, aber ich lasse es nicht zu. Wenn der Erfolg kommt, wollen plötzlich viele Leute etwas von einem. Man muss wissen, was man will. Und was man nicht will. Das ist noch viel wichtiger. Aufgrund meiner Erfahrungen aus der Kindheit achte ich sehr darauf, die Zügel in der Hand zu halten. Ich muss meine Entscheidungen immer mit meinem Gewissen vereinbaren können. Das ist die Konstante, an der ich festhalte.

ZEIT ONLINE: Manch einer vermutet hinter der Doppelkarriere – einerseits anspruchsvoll, andererseits sehr unterhaltsam – eine ausgefeilte Marketingstrategie ...

Garrett: Ich habe jahrelang die Plattenfirmen abgeklappert und versucht, die Leute für das Crossover-Projekt zu gewinnen. Von ausgeklügeltem Marketing kann hier deshalb überhaupt keine Rede sein. Das Marketing, das ich einmal miterlebt habe, war zu meiner Kinder- und Jugendzeit bei der Deutschen Grammophon. Da wurde mir gesagt: "Wir nehmen das auf, du ziehst das an, und sag gefälligst dieses und jenes im Interview." Bevor ich mir das wieder vorschreiben ließe, würde ich die Geige an den Nagel hängen!

ZEIT ONLINE: Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Garrett: Ich versuche, so authentisch wie möglich zu sein. Ich stehe mit dem Herzen hinter dem, was ich tue. Ein Grund, warum jetzt alles so gut funktioniert, ist sicherlich, dass die Leute sehen, welch großen Spaß ich momentan habe. Bei der Deutschen Grammophon hat das damals nicht richtig funktioniert, weil das Publikum mein Unwohlsein instinktiv spürte. Es fühlte, dass ich in ein Marketingkorsett geschnürt war. Das Schlimmste im Leben ist, wenn man sich verstellen muss – was ist das für ein erbärmliches Leben.

ZEIT ONLINE: Sie haben keine Berührungsängste und gehen selbst an Orte, die für Klassikmusiker eher ungewöhnlich sind. So waren Sie Laudator für den MTV Game Award.

Garrett: Ja, ich spielte das Super-Mario-Thema auf der Geige, das war witzig. Ich wurde von einem Beat Boxer begleitet, meine Idee. Es war ein Spaß für die Kids, die MTV anschauen. Da kann man doch keine Berührungsängste haben. Wenn jemand die Sendung sieht und dadurch anfängt, sich für die Geige zu interessieren, ist das doch fantastisch, oder?

ZEIT ONLINE: Das Album Encore zeigt mit vielen selbstgeschriebenen Stücken Ihre Experimentierfreudigkeit. Kommt bald eine CD von Ihnen heraus, auf der nur Eigenkompositionen zu hören sind?

Garrett: Komischerweise war das mein erster Gedanke auf der Juilliard School. Ich habe darüber nachgedacht, ein ganzes Album mit eigenen Stücken aufzunehmen. Die Musik auf Virtuoso und Encore ist sehr populär geschrieben. Kaum jemand weiß, dass ich 2003 den Kompositions-Wettbewerb der Juilliard School mit einer Fuge im Stil von Johann Sebastian Bach gewonnen habe. Ich glaube, ich hatte da eine Konkurrenz von tausend Leuten.

ZEIT ONLINE: Das klingt nach einem weiteren Standbein ...

Garrett: Ich habe glücklicherweise immer sehr viel Zuspruch von meinen Lehrern bekommen. Unter anderem auch von dem Komponisten Eric Ewazen, der einer meiner Kompositionslehrer war. Nach diesen Erfahrungen habe ich das Arrangieren und Schreiben von Stücken als eine tolle Sache empfunden. Am Anfang hatte ich Hemmungen, ob es klappt und die Leute es mögen, aber nun macht es mir Riesenspaß. Das ist ein Projekt, das ich unbedingt verfolge. Das kann auch in andere Musikrichtungen gehen. Auf solche Herausforderungen warte ich geduldig.

ZEIT ONLINE: Was wird Ihre nächste Klassik-CD?

Garrett: Als Nächstes spiele ich das Violinkonzert von Mendelssohn mit dem Deutschen Symphonieorchester und Andrew Litton ein. Diese CD kommt voraussichtlich im Herbst auf den Markt. Zusätzlich arrangiere ich Werke anderer Komponisten von der Klassik bis zur Romantik für Geige und Sinfonieorchester. Rachmaninov und Dvo?ák werden dabei sein. Je mehr Komponisten man mit einbezieht, desto lehrreicher wird es für die Zuhörer. Ich wollte eben alles ein bisschen anders aufziehen. Ich möchte einen Wirbelsturm entfachen und möglichst viele Menschen mitreißen.

Das Gespräch führte Burkhard Schäfer

PORTRÄT

David Garrett 

Er wurde 1980 in Aachen als David Bongartz geboren. Bereits im Alter von vier Jahren begann er mit dem Geigenspiel und wurde aufgrund seiner Begabung als Wunderkind gefeiert. Er nahm den Nachnamen seiner amerikanischen Mutter an.

Nach dem Abitur zog er nach New York, um in der Meisterklasse von Itzhak Perlman an der Juilliard School zu studieren. Nebenher arbeitete er als Fotomodell.

Im Jahr 2001 erhielt er als einer der Ersten das Gerd-Bucerius-Förderstipendium der ZEIT-Stiftung. 2008 bekam er den Echo in der Rubrik Klassik ohne Grenzen.

Vom 10. Januar 2009 an ist er in Deutschland mit dem Programm seiner Crossover-CD Encore zu hören. Im Mai folgt dann der zweite Teil seiner klassischen Konzerttournee mit der Pianistin Milana Chernyavska. 

quelle: ZEIT ONLINE, 08.01.2009

audio

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Music is no religion.

UK5

The star-violinist thrills a large, young audience. Therefore he is often criticized. A talk about conventions in the concert-hall and borders between pop and classical.

Zeit online: Mr. Garrett, do you offer light music now, to distract the audience from the general mood of crises?

DG: No, this crossover-project was an addition to classics. You shouldn´t criticize the success now. I was always oriented towards violinists, who knew, that you have to work hard for a young audience in classical music. Itzhak Perlman and Isaac Stern interpreted modern pieces. Meanwhile you forget that Jascha Heifetz recorded pieces with Bing Crosby. Perhaps it was criticized as well, but afterwards they were great artists.

Zeit: The reactions in the arts pages of the first part of your classical-tour with the pianist Milana Chernyavska were very ambivalent. Have you been surprised?

DG: I had planned on that. But why didn´t anybody write, that the concerts were sold out and that there have been a lot of younger people, who got thrilled by classical music. So far nobody has fundamentally managed it.

Zeit: Do those criticism leave you cold?

DG: You can criticize me as you want. But they always complain, nobody comes to classical concerts and the music dies out. If somebody has talent and works against it, it will be ignored. Sometimes I have the feeling, some do not want anything changed. Officially the clientele of the classical music is always very social and says “We are all human beings”. But at the end they want to stay in their crystal ball and nobody should shake it. Important for me is the opinion of people, who mean something to me in a musical way. Ida Haendel, Itzhak Perlman or Zubin Mehta. Should they signal to me, that something is wrong, my warning lights would flash immediately.

Zeit: You want to reconcile classicists, adorers and fans. Is this possible?

DG: I think it is a compromise which will work in the long run. The conservative concert audience has to conquer his reservations. There sometimes is an aversion which I can hardly understand. Youth can love classical music as much as the older generation. In return I promise to play highbrow pieces and then accordingly to perform professional on the stage.

Zeit: Applause between the movements by the classical newcomers puts the nerves to a test of classicists and artists.

DG: In former times it was usual to applaud between the movements. It is obvious to applaud after a solo or a cadenza in the Jazz. The todays prevalent feeling to hear the complete work in one piece came up at about 1900. Don´t forget that music is also entertainment, I think it must not be a silent art. Music is no religion. Enjoying it does not need devotion. Music is something great, but you must have the freedom to move in it. Sitting cramped in a concert-hall, you cannot live your emotions. If someone wants to applaud I am the last to say “psst”. That is not human.

Zeit: You had begun your concerts of the chamber-music tour with the late G-Major Sonata from Beethoven. Isn´t it a very problematic beginning, especially for classical newcomers.?

DG: I have to make a compliment to the younger audience. I wanted to force them to listen to something high-brow, and they concentrated terribly well. I think the G-Major Sonata is one of the most beautiful violin-sonatas. I wanted a mix of high qualified music, which you have to concentrate on and high-brow pieces with entertainment like the Grieg-Sonata. The older generation often think, the younger have no idea of culture. But if nobody applies a lot of support, to bring the understanding, nothing will change. The older ones should not forget that there also was somebody who helped them to understand classical music.

Zeit: Will the programme of the second part of your classic-tour change?

DG: The works from Grieg and Sarasate will remain in the program. Instead of the Beethoven-Sonata there will be the A-Major-Violinsonata from César Franck and Poème from Ernest Chausson. It is not because of the criticiscm, it is because I want to play something else. The worst thing in music is routine and this will be recognized by the audience.

Zeit: A lot of young people see you as an idol? How do you cope with this responsibility?

DG: As an artist you have the reponsibility to give something back of your success. It is awful, to celebrate yourself. You have to try to give back a piece of what you have to people who feel bad. I am now an Unesco-Ambassador and will support other things in the next month, I don´t want to talk about at the moment.

Zeit: How do you manage you full-filled day?

DG: I work very disciplined. This should be seen by young people. If you want to reach something you have to work very hard and fight endlessly. These success-stories, to come from nothing to the top, direct to wrong ideas. It is great if it happens once. But you cannot suggest young people. We do nothing and have success. This is a wrong conclusion.

Zeit: Does the great success not bring a high degree of other-direction?

DG: The danger exists, but I don´t allow it. If the success is there, suddenly a lot of people want something of you. You have to know what you want. And what you don´t want. This is more important. Because of the experiences in my childhood, I make sure, to hold the reins. I have to square my decisions with my conscience. This is the constant I always hold on.

Zeit: Some might think of a sophisticated marketing-strategy behind the double-careers – on one side high-brow, on the other side very entertaining.

DG: Many years, I traipsed round the record-companys to win people for the crossover-project. Nobody can speak of sophisticated marketing-strategy. The marketing, I have once experienced was during my childhood and youth with the „Deutsche Grammophon“. They told me. “We record this, you wear that, and you say this and that in an interview”. Before I get commanded again, I would hang my violin up.

Zeit: What is the secret of your success?

DG: I try, to be as authentic than possible. I whole-hearted after what I am doing. One reason, because it works that well is, because the people see, which fun I have at the moment. It did not work with the “Deutsche Grammophon” because the audience instinctively felt my indisposition. They felt I was wrapped in a marketing-concept. The worst thing in your live is, if you have to disguise – what for a sadly life.

Zeit: You have no fears of contacts and play at places, who are unusual for a classical musician. You were a laudatory for the MTV Game Award.

DG: Yes, I played the Super-Mario-Theme on the violin, this was fun. I was accompanied by a beat-boxer, my idea. It was fun for the kids, who watch MTV. You can´t have fears of contacts. If somebody watches the show and starts to get interested in a violin, this is fantastic isn´t it?

Zeit: Your album “Encore” shows your happiness to try out new things with a lot of self-written pieces. Is there soon a CD, only with self-compositions?

DG: Strangely enough, this was my first thought at Juilliard School. I had thought about recording a complete album of my own pieces. The music of “Virtuoso” and “Encore” is written very popular. Scarcely anybody knows ,that I have won the composition-competion of Juilliard School in 2003 with a fugue in the style of Johann Sebastian Bach. I think, there were 1000 other people competing.

Zeit: This sound like another mainstay….

DG: Luckily I always had a lot of encouragement by my teachers. Among others of the composer Eric Ewazen, who was one of my composition-teachers. After these experiences I felt arranging and writing of pieces a great thing. At the beginning I had inhibitions, if it works, if the people like it, but now it is a lot of fun. This is a project, I absolutely pursue. It can also go in other directions of music. I am patiently waiting for these challenges.

Zeit: What is your next classical album?

DG. Next I record the Mendelsson Violinconcert with the „Deutschen Symphonieorchester“ and Andrew Litton. This CD will probably published in autumn. Additionally I arrange works of other composers from classic to the romantics for violin and orchestra. Rachmaninov and Dvorak will be present. The more composers I involve, the more instructive it is for the listeners. I wanted to do it in another way. I want to awake a hurricane and to carry away the most people possible.

translation, Birgit, official forum

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Ich bin ein Perfektionist?

D9

München - Der schnellste Geiger der Welt: David Garrett über große Meister und U- und E-Musik Das Guinness-Buch führt David Garrett (28) als ?schnellsten Geiger der Welt?. Auch seine CDs verkaufen sich inzwischen mit Rekordgeschwindigkeit.

Trotzdem hat der Deutsch-Amerikaner noch viel vor und versucht, nach ausverkauften Gastspielen im Zenith und Herkulessaal am Wochenende erstmals die Münchner Olympiahalle zu füllen.

Gibt es nach diesem Konzert überhaupt noch eine Steigerung?

Keine Ahnung. Aber wahrscheinlich nicht mehr. Sicher gibt es immer wieder Herausforderungen, aber die müssen ja nicht unbedingt mit der Größe der Halle zu tun haben. Ich bin ein Perfektionist, will mich musikalisch weiterentwickeln und bei jedem neuen Konzert ein noch besseres Programm bieten. Aber jetzt hoffe ich natürlich erst einmal, dass die Olympiahalle voll wird.

Was erwartet dort das Publikum?

Wir haben uns eine nette Show einfallen lassen. Aber für mich ist der Sound das Wichtigste, damit die Arrangements richtig ?rüberkommen. Außerdem habe ich diesmal ja nicht nur meine Band dabei, sondern auch ein großes Orchester. Das muss einfach gut klingen.

Lassen sich mit Crossover  wirklich neue Hörer für die Klassik gewinnen?

Ich kann nur sagen, dass ich nach der ersten Crossover-Tour Ende des letzten Jahres mit einem rein klassischen Programm unterwegs war, und auch da waren die Säle voll. Ich will das Interesse wecken. Ob die Leute das dann weiter hören wollen, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Und wenn Sie jetzt AC/DC spielen?

Keine Ahnung, was dann passieren wird. Da muss ich mich auch überraschen lassen, ob vielleicht sogar jemand den Refrain mitsingt...

Ihr München-Debüt hatten Sie schon mit 13 bei den Philharmonikern.

Das war ein Einstieg auf einem sehr hohen Level. Mit Dirigenten wie Mehta, Dutoit oder Sinopoli ? und dann auch gleich die erste CD. Als Kind bin ich von vielen Seiten gepuscht worden. Jetzt muss ich mich eben selber richtig puschen.

Sie haben einmal beklagt, dass die Interpreten heute wichtiger sind als die Komponisten.

Im Grunde promoten wir die großen Meister. Natürlich sind die Interpreten diejenigen, die vorne stehen und die Musik nach außen tragen. Aber ohne die Komponisten würde es diese schönen Werke nicht geben. Ich finde Paul Potts ein gutes Beispiel. Das ist eine schöne Geschichte, aber auch die Musik hat die Menschen gefesselt. Da sieht man wieder, dass Klassik, wenn sie richtig präsentiert wird, bei den Leuten immer noch zieht.

Der große Karriereschub kam aber auch bei Ihnen vor allem durch die beiden Crossover-Alben.

Ja, aber ich muss mich nicht verstellen für das, was ich jetzt mache. Ich mache das, weil ich Spaß daran habe und das für mich ein schöner Ausgleich ist. Das ist viel entspannter als bei einem klassischen Konzert, wo du auf die Bühne kommst und dann 40 Minuten hochkonzentriert am Stück spielst. Ein Violinkonzert von Brahms oder Tschaikowsky zu gestalten, ist schon eine echte Herausforderung. Ein André Rieu kann so etwas nicht mehr, weil er zu fest in seiner Nische drinsteckt.

Ist die strikte Trennung von E- und U-Musik ein deutsches Problem?

Ein bisschen schon, weil es hier eine große Tradition gibt. Und wenn man die Regeln bricht, wird das für manche ein wenig problematisch.

In Ihrer zweiten Heimat, den USA, scheint man damit weniger Schwierigkeiten zu haben.

Leichter wäre es dort, aber ich habe es doch lieber so, wie es in Deutschland ist, weil man in Amerika manchmal eine Spur zu naiv an die Dinge herangeht. Denn auch wenn man ?nur? Crossover musiziert, muss man das richtig machen. Wenn du etwas nur tust, weil es Knete bringt, aber nichts zu sagen hast, dann finde ich das schade.

quelle: Tobias Hell, ovb-online.de, 07.01.2009

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I am a perfectionist

UK6

Munich: The fastest violinist of the world. David Garrett about great masters and light and serious music. The Guinness Book of Records mentions David Garrett (28) as the fastest violinist in the world. Also his CDs are sold in a record-speed.

Nevertheless the german-american intends to fill the Munich Olympia-Hall for the first time after sold out concerts in the Herkulessaal and Zenith.

Is there any comparison possible after this concert?

No idea. But possibly not. Of course there are challenges again and again but they don´t have to do anything with the size of the hall. I am a perfectionist, want to develop musically and to offer a better programme on every concert. But first of all I hope that the Olympia-Hall will be sold out.

What is the audience expecting there?

We have cooked up a very nice show. The most important for me is the sound, to have the arrangements bring into effect. I do not only have my band with me, also a large orchestra. This must sound good.

Is there really a new audience attracted to classical music by crossover?

I was on tour with a core classical programm at the end of last year after my first crossover-tour and the halls were sold out. I want to draw interest. If the audience go on listening, they have to decide by themselves.

And if you are going to play AC/DC?

No idea, what will happen. I have to let myself surprise, if there is somebody who will sing along the refrain.

Your Munich debut was at age 13 with the Munich Phiharmonic Orchestra.

This was an access at a very high level. With conducters like Mehta, Dutoit and Sinopoli and very soon my first CD. As a child I was pushed from many sides. Now I have to push myself right.

Someday you have complained that today the performers are more important than the composers

Basically we are promoting the great masters. Of course the performers are the ones, who stand in front and bring the music to the public. But without the composers the beautiful works were not there. I think Paul Potts is a good example. This is a good story, but also the music has bounded the people. You can see that classical music still thrills the people if presented right. 

The boost in your carrier happend with the 2 Crossover-Albums.

Yes, but I don´t have to disguise myself for what I am doing now. I do it, because it makes fun and it is a good balance. More relaxing than a classical concert, where you go on stage and play highly concentrated for 40 minutes. To interprete a violin-concert of Brahms or Tschaikowsky is a real challenge. An Andre Rieu is not able to, because he is too fixed in a niche.

The strictly seperation between light and serious music, is it a german problem?

Slighty a bit, because there is a big tradition here. And if you break the rules, it is a bit difficult for someone.

In your second home, the USA, they seem to have less difficulties.

It would be easier over there, but I prefer as it is in Germany, because in America, you sometimes approach things a tad too naive. Even if you only play crossover you have to do it right. If you only do something, because it brings you cheeze, without saying anything, this is a pity.

translation: Birgit, official forum

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A questionaire to David Garrett, just for fun

UK3

As a child I was ..................

impationed and hyperactive

As a pensioner I will......

not think about a retirement. I play until I fall over

The motto of my life is......

to live intensively and take everything, what you can experience

My favourite travel destination is......

St. Barths in the Caribbean Sea, because all the beautiful girls from New York spending their holidays there. I never made it myself to go there.

My greatest luxury ist......

to have a good team around me

I relax most .......

having a massage

My friends tell about me.....

I am working too hard

My favourite flower is......

a cactus, because you can leave it alone for 1 month

My biggest fear is.....

that something happpens with my hands and I cannot play violin any more

My favourite meal is.......

asian food in general

I have the best ideas.......

driving a car

I lie...........

never

I break out in tears.....

cutting onions

On my gravestone should be written........

finally holiday

For the love of my life I would....

work less

source: "Bild der Frau", translation: Birgit, official forum

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Mann des Jahres 08

The man of the year 2008

On his new album he mixes Brahms, Vivaldi, Michal Jackson, Queen, Gershwin und the soundtrack of Pirates of the Caribbean - and it works, because he is one of the best violinists in the world. David Garrett, 28, born in Aachen, german-american can not only play the "Fight of the Bumblee Bee" on his violin in record-time and fill the halls as a classic-rockstar, he is also praised as a premium-talent of the Big Stars of the Music. David Garrett, musician of the year for GQ, uncovers his 7 biggest idols and influences. We appreciated each other at all times. Often she said, that she sees me as a collegue, not only as her student. The most important, what she gave to me was the understanding, that you not only play the notes as a musician, but speak through the music. You must have this convincement to be really good. I have worked with her until I was 16, unfortunately I have never experienced the night-life of Miami. I would do it differently today

1. Inspiration: Peter Tschaikowsky

Swan-Lake from Peter Tschaikowsky was the first album, which thrilled me most. When I was 3 or 4 I heard it up and down, jumped through the house and played violin to it - althought I only played a very few notes right. This was my first meeting with music. Probably I came to Tschaikosky because of my mother. She was a ballet-dancer, but finished when I was born. I only know her as a ballerina because of the photos, I have never seen her dancing. Unfortunately.

2. Rock-Missionary: Queen

It took a long time until I had got my first rock-n-roll record. I was 14 or 15 and it was a classic, which I wished for my birthday. "A night at the opera" from Queen, the record with "Bohemian Rapsody". Before I heard a few songs in the internet and thought. What a fantastic orchestration. The mix of rock and symphonic arrangements appealed me most. At that time I was totally lost in classical music, my ears were used to the greatest violin-concerts - and what Queen did, was very near to it, even with a different sound. The glamorous Freddy Mercury and the colorful videos I did not notice. Singularly it was the music.

3. Violin-Idol: Ida Haendel

Ida Haendel is a great polish violinist, who teached me for a long time. From all of my male and female teachers she characterized me most. I was 11, when I got to know her and got my first violin lessons from her in London or Miami where she lived. At that time she was already over 60 and it was very exciting for me to be invited to her home: a dignified old house, full of antics, with portrait paintings at the walls. She is a lady, young at heart, always on the ball, never to rigorous.

4. Dream-Partner: Yehudi Menuhin

Over the years I have worked with a lot of excellent musicians, but the best memories I have of the great violinist and conductor Yehudi Menuhin. When I was 16, I performed the violin-concert of Edward Elgar with him. Menuhin himself recorded the opus with the composer personally. He took one week for rehearsing with us - and when I was on stage with him, I suddenly felt a very special musical connection between us.

He gave me the feeling, that we were on one level and I lost my shyness immediately. When you are young you do not mince words, when you realise your idols are up to scratch. Later I would have been more dignified. Afterwards he wrote me a very nice letter. Barely 3 years after the concert he died.

5. Stage-Heros: AC/DC

I honestly have to say, I most liked the very big, flaky rock-stars. Guns´n Roses I only saw in a video, but I was on an AC/DC Concert in NY - a great expirience. The energy, which overlaps from the stage to the audience has taken me by surprise. And the charism these guys have. The is awfully important, when you are doing music: You have to have that certain indefinable something, which is difficult to discribe. The gift to rock the audience, you either have it or not. It is not different in the classical or rock-music.

Of course you need talent, assiduity and endurance, but to keep the interest of the audience in perpetuity, you must have a personality. I was not affected by the rockbands that much - every performer has his own character, must find his individual kind of stagepresentation. What you can learn from the rock´n´Roll concerts is the positiv undertone. The bands don´t say; "Sit down and listen" they say "let us have a good time". For the main part people go to concerts, to forget their daily routine und to let oneself go. This is music for me! Of course I rock, seeing AC/DC. I am the first hurling in the masses.

6. Spirit-Brother: Nigel Kennedy

I am often compared to Nigel Kennedy. Probably because we both attempt to make classical music popular. This is alright und I feel the comparing with such a talented musician as a good compliment. As long as you don´t forget that we are doing very different things. We met us several times, respect ourselve and accidental sit together backstage. Whereby I have to point out, that I only drink water when I have to work - and Nigel too, although he has a rough image, I have never seen him drinking alcohol before a concert. We both tootled on our violins, but we never played a real duet. I am sure this will come at a certain time. If the situation, the piece and the idea is there.

7. All Time Hero: Sergej Rachmaninow

If I have to name my favourite composer it will be complicated. I like the big romantics, from Bahms to Tschaikowsky. And Rachmaninow! Yesterday in the car I heard his 2nd Symphony - I want to conduct it so badly. When we go into the record-studio in the beginning of 2009 I want to try it. Because I find this music unbelievable moving. It really gos under my skin. This man was a geious. Unfortunately Rachmaninow did not compose for violin, but you can arrange his piano-pieces.

Unfortunately he is not that popular as Brahms and Beethoven, but there are composers, which I only play for a smaller audience. Or just for me! I perfom different kinds of concerts, for different target groups. If you want to expirience a funny evening, which is criss-cross through the music-world, you have to come to one of my performances in the big arenas. And if you want to hear a classical piece you should come to one of my chambermusic trio-evenings. I try to look after everybodys interests.

I love to hear Rachmaninow on my iPod, when I jog for example. A lot of people make jokes, if somebody is listening to classical music besides other things, for example as background-music at dinner, but I don´t care about it. The main point is, that you sometimes take your time to listen to music with whole understanding, concentrated, in silent. And this also applys for pop-music.   

Finally: The Man of the year check:

You are GQ Man of the year - did you deserve the award?

In the bottom line you not only take the award for yourself, but for the people who worked hard behind the scenes. I think my team has certainly deserved the award.

Who is your man of the year?

My brother Alexander.

Who is your woman of the year?

My mother.

What do you expect of 2009?

A lot of projects, a Germany-Tour in January. USA - Promotion, trips to Asia. And in my free days we are recording a new album. We already planned more than 160 concerts. Relaxing will be once upon a time.

source: GQ.COM, Januar 2009, translation: Birgit, official forum

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David Garrett - Interview im Magazin "virtuos"

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Die Zukunft der Klassik

David Garrett ist einer der Grossen Sieger beim Echo Klassik 2008. Hier verrät er seine Klassik-Zukunftsvision.

Ist Ihre ECHO-Klassik-Auszeichnung ein Signal für die klassische Musik allgemein?

Ein Grund für diese Auszeichnung ist, dass ich mich für die Klassik sehr einsetze. Natürlich hat es auch eine Bedeutung, dass unser aktuelles Crossover-Projekt mit einbezogen worden ist. Aber ich glaube, wenn ich nur Crossover machen würde, hätte man sich nicht so entschieden.

Stellen Sie sich ein typisches Klassik-Konzert in 20, 30 Jahren vor. Wie sieht das aus, was passiert da? Ich glaube nicht, dass sich so viel ändern wird. Es ist auch nie meine Message gewesen, dass die Tradition aus der Klassik herausgenommen werden sollte. Wenn ich ins Konzert gehe und ein Mädchen ausführen will, dann will ich doch diesen Spirit haben. Ich stehe aber immer noch gerade dafür, dass man andere Wege als Künstler gehen muss, um Leute auf die Musik aufmerksam zu machen.

Braucht die Klassik also den Star als Vermittler? Ikonen braucht jede Musikrichtung. Das war aber schon immer so – nehmen Sie Paganini, nehmen Sie Liszt.

Was müssen solche Ikonen können? Gutes Stichwort: Sie müssen Können beweisen. Und Leidenschaft auf der Bühne vermitteln. Die Leute müssen merken: Der ist in seinem Element. Wie bei einer Callas oder einem Rubinstein. Entertainment-betonte Auftritte bauen eine Brücke.

Wie weit trägt die? Weiter, als ich mir selbst je erträumt hätte! Die Leute kommen wirklich zu den Konzerten und füllen die Säle. Und wir spielen dann nicht nur die „Klassik-Hits“, sondern auch sehr anspruchsvolle Stücke. Übrigens ist das ein tolles Publikum – sehr ruhig, sehr konzentriert.

Sie wollen also gar keine kreischenden Mädchen? Die können ja kreischen, wenn das Werk zu Ende ist. Eher im vorpubertären Sopran oder in reifer Stimmlage? Bei mir geht es von Fünfjährigen bis zum normalen Abo-Programm. Ich finde das eine wunderbare Mischung. Musik soll Menschen zusammenbringen.

Muss sie dabei auch gut aussehen? Es ist kein Muss, aber es öffnet die eine oder andere Tür. Das ist aber nichts Neues. Warum hat sich die Callas fast zu Tode gehungert? Weil sie in sein wollte. Hungern muss ich nicht, das ist schon ein Vorteil.

Apropos Opfer bringen: Wird es bald eine Sendung geben „Deutschland sucht den Klassikstar“? Das weiß ich nicht, aber ich bin sicher, dass Klassik nicht mehr so ausgeschlossen werden wird bei solchen Formaten. Warum? Was bringt Klassik der Menschheit? Musik spielen und hören ist unglaublich wichtig für den emotionalen Ausgleich. Wie bei einem Buch, aber Musik wirkt schneller – wie Aspirin Express.

Mit wem würden Sie für einen Tag tauschen: Papst Benedikt, Barack Obama oder Amy Winehouse? Winehouse nicht. Ich glaube nicht, dass es Spaß macht, momentan in ihrem Körper zu sein. Am ehesten Obama, weil ich momentan wirtschaftlich interessiert bin. Und es reizt mich zu sehen: Kann man da wirklich frei entscheiden, wenn man da oben steht? Oder ist man nur Marionette?

In der Saison 2008/09 spielen Sie Brahms, Bruck, Beethoven, Bartók. Wann kommt Bohlen dran? Solange er noch keine Sinfonie oder Violinenkonzert geschrieben hat, wird’s schwierig...

Quelle: Markus Lipp, Virtuos Nr. 1/2008

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David Garrett, Geigen-Wunderkind erobert Platz in der Erwachsenen-Welt

Der Musiker wechselt in seinem Repertoire zwischen Klassik und populärer Musik.

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HALLE/MZ. Es dauert, bis David Garrett erscheint. Er übe, begründet die Managerin. Und wenn er übe, dürfe er keinesfalls gestört werden. Das Telefon sei dann aus, die Tür bleibe zu. Er übe ein schweres Stück, ein langes, "mehrteiliges". Jenes, das er bei der abendlichen Probe zu Carmen Nebels Fernsehshow in Halle spielen würde? Nein, das Air von Bach übe er nicht.

Als der Künstler die Hotellobby betreten, Pfefferminztee bestellt und sich auf dem breiten Sitzmöbel niedergelassen hat, sieht er nicht aus wie der personifizierte Superlativ. David Garrett, in der Diktion der Boulevardpresse wahlweise "der schönste" oder "der coolste Geiger der Welt", in der Gunst von Isaac Stern und Yehudi Menuhin schon als Teenager der "größte Violinist seiner Generation", ist heute einer unter vielen Programmpunkten in der Show "Willkommen bei Carmen Nebel".

Er nennt es "die Verantwortung, nicht zu tun, was man von mir erwartet". Musik sei immer auch Entertainment gewesen, sogar eine Beethoven-Sinfonie könne unterhaltend sein. "Ich bin mit der Klassik groß geworden", sagt David Garrett, "aber warum soll ich nur im 18. und 19. Jahrhundert leben?"

Er war vier, als das losging. Er bekam eine Geige. Und ein strammes Trainingsprogramm. Übte schon als Sechs-, Siebenjähriger fünf Stunden. Täglich, nach der Schule. Die deutsch-amerikanischen Eltern - Vater Anwalt, Mutter Primaballerina - machten ihn fit für die Wunderkind-Karriere, mit Zehn debütierte er in Hamburg. Wie er das erinnere? Allein durch die Dramen hinter den Kulissen, erzählt Garrett, wo die Eltern stritten und irgendwann einer sagte: Jetzt gehst du raus und spielst.

Er ging - raus aus Deutschland, zu Itzhak Perlman an die vielleicht beste Musikhochschule der Welt, die Juilliard School in New York. Spricht von Flucht: "Hier hat keiner geschrien, knallten keine Türen. Es kam mir vor, als träte ich ins Kloster ein." Mit leiser, nachdenklicher Stimme sagt er das, auf der Geige würde so ein Adagio klingen. Hatten Sie, Herr Garrett, eine schwierige Kindheit? Der 27-Jährige lacht nicht: "Es gibt keinen Grund, das zu verheimlichen."

Dass der Virtuose eine kapriziöse Persönlichkeit besitzt, spürt man nicht erst, als er nebenbei in einer Illustrierten blättert. Indes, was Medien über ihn schreiben, interessiere ihn im Grunde nicht. Das Urteil von Menschen wie Itzhak Perlmani ist für ihn das "Maß aller Dinge". Mit ihm telefoniert er, ihn trifft er. Fritz Kreisler nennt er "eines der größten Idole" - auch der ein Entertainer.

Spät, erst als 20-Jähriger, habe er wirklich Freude am Geigespielen gefunden. Die zweite Karriere in Deutschland brauchte Zeit. Doch nun hat er den Echo Klassik, den er im Oktober für sein Crossover-Album "Virtuoso" von 2007 bekam. Er hat die Sympathien von Generationen; Millionen gucken Unterhaltungsshows im deutschen Fernsehen. Er tritt in den bedeutendsten Konzertsälen der Welt auf und, inzwischen, in den größten Hallen. 12 000 Zuschauer fasst allein die Arena in Leipzig, wo Garrett mit Band plus Orchester nächstens seine neue Platte "Encore" präsentiert: Ohrwürmer aus Rock und Klassik in populär aufgedonnerten Arrangements, Filmmusiken, Eigenkompositionen. Er hat einen ersten Wohnsitz in New York, da fühle er sich wohl. "Es ist das Leitungswasser", sagt er, lacht, korrigiert: "ein Gefühl von Freiheit, von Ruhe vor den vielen Leuten".

Was hat er nicht? "Zwei Wochen frei. Am Stück!" Doch würde dies, fügt er sogleich hinzu, vier Wochen Auszeit bedeuten: zwei ohne, zwei mit Geige. Drei bis vier Stunden am Tag übe er mindestens.

Vor dem nächsten Termin muss er in die Maske, rauchen und sein Instrument holen. Er spielt jetzt eine Guadagnini, gebaut 1772 in Turin, der Geigenkasten könnte der Aufmachung nach eine Baseballausrüstung bergen. Wieder vergeht eine halbe Stunde, dann sitzt vor der Fernsehkamera ein Anderer: Geschminkt, gefönt und jovial plaudert der Star über seine Erfolge, nimmt die Geige hoch, und die ersten Takte aus Mendelssohns Violinkonzert mäandern wie Feenwerk durch die Gänge. Sie wirken gänzlich fremd hier, aber sie sprechen jene Sprache, in der sich David Garrett offenbar am besten auszudrücken versteht.

"Willkommen bei Carmen Nebel" wird am Dienstag, 23. Dezember, um 20.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Am Montag, 12. Januar, um 20 Uhr gastiert David Garrett in der Arena Leipzig.

quelle: UTE VAN DER SANDEN, mz-web.de, 17.12.08,

Violin-Child-Prodigy takes over the adult-world.

UK

It takes time, until David Garrett appears. He is practicing, explains the manager. And when he is practicing, he never must get bothered.The telephone is off, the door stays closed. He is practicing a difficult piece, a long, with multiple parts. The one he plays for the evening rehearseal of the Carmen Nebel Show in Halle? No, he is not practicing the Air from Bach.

As the artist enters the hotel-lobby, orders peppermint-tea and placed himself on the sofa, he does not look like the personalized superlativ. David Garrett, in the yellow-press either the most beautiful or the coolest violinist in the world, in the affection of Isaac Stern and Yehudi Menuhin the greatest violinist of his generation, is one of many in the programme of the Show "Welcome to Carmen Nebel".

He calls it "the responsibility, not to do, what is expected from me". Music always was entertainmant, even a Beethoven-Symphony can be entertaining. "I grew up with classics" David Garrett said, "but why should I only live in the 18th and 19th century?"

He was four, when it startet. He had got a violin. And a strong practicing-programm. Practiced for 5 hours when he was 6 and 7. Every day, after school. His german-american parents - father lawyer, mother prima ballerina, made him fit for the child-prodigy-career. With age 10 he debuted in Hamburg. How he remembers this. Only because of the drama behind the stage, Garrett said, where his parents contended and sometime somebody said: Go out now and play.

He left - out of Germany, to Itzhak Perlman to the possibly best college of music in the world, the Juilliard School in New York. Talkes about escape: "Here nobody shouted, slamed the doors. It was like entering a monestary". With a silent, thoughtful voice he talks about it, on the violin it would sound like an adagio. Did you have a difficult childhood, Mr. Garrett ?. The 27 year old (he is 28) is not laughing. "There is no reason, to hide it".

That the virtuoso is a caprice personality you not only feel, as he is flipping through a magazine.Basically he is not interested what the medias write about him. The judgement of people like Itzhak Perlman is the "measure of all things" for him. With him he phones, meets. Fritz Kreisler he calls "one the the biggest idols" - also an entertainer.

Late, when he was 20, he found pleasure playing violin. His second career in Germany needed time. But now he has the Echo Classic Award for his crossover-album Virtuoso. He has the sympathy of generations. Millions are watching the shows in the germany TV. He performs in the most important concert hall of the world and now, in the biggest halls. 12000 people fit in the Arena in Leipzig, where David presents his new album Encore with orchestra and band. Earwigs of Rock, Classics, Filmmusic, own compositions. He lives in New York, he feels comfortable there. "It is the faucet water" he said, laughs, corrects: "a feeling of freedom, silence from a lot of people.  

What does he not have? 2 weeks off, straight. But this would mean 4 weeks off, 2 without, 2 with violin. Three to four hours he is practicing every day, at least.

Before the next appointment he has to get make-up, smoke and get his violin. He now plays a Guadagnini, build in 1772 in Turino, the violin-case could also hold a baseball-equipment. Another half an hour, then a different person sits in front of the camera. Made-up, hair done and jovial the star talks about his success, takes his violin and the first beats of the Mendelssohn Violin Concert sound like a fairy-work through the hall. Here they sound strange, but they speak a language, in which David Garrett can express himself best.

 translation: Birgit officiel forum

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Kreative im Einsatz für UNESCO-Kinder

MIT DAVID GARRETT UND BRUNO EYRON BEREICHERN ZWEI WEITERE PROMINENTE GESICHTER DEN TV-SPOT DER STIFTUNG UNESCO

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Schauspieler Bruno Eyron und Stargeiger David Garrett sind die beiden neuen prominenten Gesichter im TV-Spot der Stiftung UNESCO. Gemeinsam mit anderen Stars aus Unterhaltung und Sport setzen sie sich mit ihrer Stimme für Kinder und Not ein. (...)

quelle: newsmax.de, 16.12.2008

BRUNO EYRON UND DAVID GARRETT IM NEUEN UNESCO-TV-SPOT

Schauspieler Bruno Eyron (Foto) und Star-Geiger David Garrett sind die beiden neuen prominenten Gesichter im TV-Spot der Stiftung Unesco. In dem Film, den der Düsseldorfer Claudius Holzmann gedreht hat, verbreiten sie die Botschaft: "Nur wer Kindern Bildung ermöglicht, gibt ihnen die Chance auf eine Zukunft." Zu den weiteren Stars, die die Unesco unterstützen, gehören die Fußballer Luca Toni und Andreas Brehme, Ex-Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher, Sternekoch Ralf Zacherl, Hollywood-Schauspieler Ralf Möller und Ex-Schwimmweltmeister Mark Warnecke . Weltweit hat die Unesco bisher mehr als 360 Projekte in 94 Ländern realisiert.

quelle: morgenpost.de, 17.12.2008

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"Yehudi Menuhin hätte es gefallen"

D26

KLASSIK-POP: Interview mit Geiger David Garrett, der am 21. Januar im Mannheimer Rosengarten auftritt

Einst war er das Wunderkind, das Yehudi Menuhin begeisterte. Schon mit 13 hatte der Geiger David Garrett einen Plattenvertrag bei der Deutschen Grammophon, als 19-Jähriger zog er von Aachen nach New York. Die Welt von Bach und Mozart ist ihm längst zu eng geworden, deswegen spielt der 28-Jährige auf seinem Album "Encore" auch AC/DC oder Michael Jackson.

Für einen Geiger haben Sie mit Ihrem Piratenpullover und Ihren Totenkopfringen einen recht extravaganten Look. Ist das Teil einer Marketingstrategie?

DAVID GARRETT: Ich bin schon so rumgelaufen, als ich noch an der New Yorker Juilliard School studiert habe, insofern sind meine Sachen ziemlich normal für mich. Man sollte sich für seinen Beruf sowieso nicht verändern, finde ich.

Trotzdem haben Sie mit Ihrem Crossover-Projekt einen neuen Weg eingeschlagen.

GARRETT: Das heißt aber nicht, dass ich die Klassik völlig aufgegeben hätte, im Gegenteil. Ich gebe bestimmt an die 130 klassische Konzerte im Jahr, dazu kommen dann um die 80 Crossover-Auftritte.

Was hat Sie zu diesen Stil-Grenzgängen hingezogen?

GARRETT: In erster Linie meine Neugier. Ich habe mich gefragt, wie weit man mit der Geige gehen kann. Oder wie sie mit verschiedenen Instrumenten zusammen klingt.

Und wie schnell dabei der Erfolg kommt?

GARRETT: Mein Crossover-Projekt hat mich keineswegs von heute auf morgen populär gemacht. In den ersten Jahren verdiente ich nichts daran. Aber dann ging es eben doch recht rasant nach oben. In der Klassik war das anders, da hat sich alles stetig weiterentwickelt.

Auf Ihrer CD "Encore" findet sich Debussy neben Gershwin und Eigenkompositionen. Ehrlich gesagt wirkt diese Mischung beliebig...

GARRETT: Ich habe die Stücke schon ganz bewusst gewählt. Wenn ich auf einem Album 60 Minuten füllen kann, dann möchte ich nicht nur eine Musikrichtung spielen. Und auch für den Hörer ist es hoffentlich spannend, nach zwei, drei Songs immer noch etwas Neues zu entdecken.

Was, glauben Sie, hätte wohl Ihr alter Mentor Yehudi Menuhin zu diesem Werk gesagt?

GARRETT: Es hätte ihm gefallen, da bin ich mir sicher. Schließlich beschränkte er sich nicht allein auf Klassik, er überschritt ebenfalls musikalische Grenzen. Übrigens sind gerade Menschen, bei denen man denkt, sie seien eher konservativ, extrem offen für meine Musik. Meine ehemaligen Lehrer Ida Haendel und Itzhak Perlman mögen sie jedenfalls.

Dennoch heißt es, Sie seien das männliche Pendant zu Vanessa Mae.

GARRETT: Diese Behauptung halte ich für ziemlich unqualifiziert. Okay, mit dem optischen Vergleich kann ich leben. Aber musikalisch trennen uns doch Welten, einfach weil Vanessa Mae nie eine gute klassische Geigerin gewesen ist. Ich selbst dagegen mache auch in der Welt der Klassik eine gute Figur.

Obendrein haben Sie einen Eintrag als schnellster Geiger ins Guinness-Buch der Rekorde bekommen.

GARRETT: Ach, das war für mich einfach ein Spaß, eine Herausforderung. Ich wollte sehen, wie schnell ich eigentlich spielen kann.

Bedeutet Ihnen der "Echo Klassik"-Preis, der Ihnen kürzlich verliehen wurde, mehr?

GARRETT: Ich musiziere nicht der Preise wegen, sondern aus Spaß an der Musik. Aber für mein Management oder meine Plattenfirma ist der Echo sicher eine schöne Auszeichnung, die beweist: Dass sie an mich geglaubt haben, das war richtig.

Und wie stehen Sie zu Ihrem Image als "David Beckham der Violine"?

GARRETT: Vergessen wir mal das Äußere: Beckham hat dem Fußball ja neue Türen geöffnet und Jugendliche dafür begeistert, die sich vorher nie für diesen Sport interessiert haben. Das versuche ich auf dem Gebiet der Musik ebenfalls.

Haben Sie jemals Fußball gespielt?

GARRETT: Nur bei uns daheim im Garten. Meine Eltern wollten mich als Junge stets im Blick haben. Denn sie hatten Angst, dass ich mich verletzen könnte. Offen gestanden sind sie bis heute übervorsichtig. Sobald irgendwo ein Fenster offen ist, heißt es: "Junge, geh' da weg, sonst kriegst du eine Erkältung."

Waren Sie ein einsames Wunderkind?

GARRETT: Zumindest fehlte meiner Kindheit eine gewisse Leichtigkeit. Ich war stets in der Pflicht, musste üben, Konzerte vorbereiten. Den normalen Kontakt zu anderen Jungen und Mädchen, den kannte ich gar nicht. Bis zu meinem letzten Schuljahr hatte ich nur Privatunterricht.

Auch heute noch führen Sie ein ungewöhnliches Leben.

GARRETT: Ja, das stimmt. 2008 war ich vielleicht drei Wochen in meiner New Yorker Wohnung. Meistens reise ich um die Welt. Einerseits ist das spannend, andererseits bleibt mir kaum Zeit, Freundschaften zu pflegen, weil ich selten länger als einen Tag an einem Ort bleibe. Dagmar Leischow

source: Morgenmagazin, 04. Dezember 2008

Garrett bringt Philharmonie zum Schluchzen

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Keine Jeans diesmal. Kein hängender Hosenboden. Erst recht keine netten Plaudereien zwischendurch. David Garrett, der omnipräsente Crossover-Geigenstar, wirkte bei seinem Kammermusikauftritt in der Philharmonie wie ausgewechselt. Mit konventionellem Ernst und einer ordentlichen Portion Lampenfieber trat er vor seine sichtlich irritierten Fans.

Garretts großartige Begleiterin Milana Chernyavska kümmerte sich dabei rührend um ihn. Als seine Stradivari in Beethovens Violinsonate G-Dur Opus 96 herzerweichend zu keuchen begann, verwandelten sich die feingesponnenen Klangteppiche der Pianistin in ein weiches Krankenbett. David Garretts geschundene Künstlerseele brach umso stärker im heiser gedämpften, aber heftig pulsierenden Brahms-Scherzo hervor.

Ein Teil der Garrett'schen Fan-Fraktion sah die Philharmonie dabei ganz offensichtlich zum ersten Mal von innen. Es wunderte sich sehr über die seltsamen Gepflogenheiten bei klassischen Konzerten. Es war verdutzt darüber, dass David Garrett und Milana Chernyavska zwischen den Werken die Bühne verließen. Und es rief, jeglichen Takt missachtend, schon während des offiziellen Programms lautstark nach Zugaben.

Erst in der zweiten Hälfte fand Garrett, von seinen Fans ermuntert, zu seiner gewohnten Lässigkeit. Nach Edvard Griegs dritter Sonate, die noch sehr nach verwitterter Baustelle klang, drehte Garrett endlich auf - mit Sarasates verteufelt schweren Zigeunerweisen op. 20. Hier kam er aus sich heraus, ging förmlich aufs Publikum zu, stellte seine atemberaubende Virtuosität genüsslich zur Schau. Der angeblich schnellste Geiger der Welt - er verschluckte keine einzige Sechzehntelnote. Und flirtete nebenbei schelmisch mit seinem verzückten Publikum.

In Bazzinis "Tanz der Kobolde" zog Garrett dann die Temposchraube noch einmal kräftig an. Am Ende gab es stehende Ovationen nach seinem romantisch dahingeschluchzten "Salut d'amour" von Edward Elgar. So mancher Zuhörer hatte dabei leise mitgesummt.

quelle:Freitag, 21. November 2008  -  Felix Stephan, berliner morgenpost.de,

 

 

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